
Vorreiter aus Überzeugung
„Wir denken nicht in Quartalen, sondern in Generationen“, ist bei C.HAFNER ein geflügeltes Wort. Die Spurensuche zeigt: C.HAFNER macht nicht einfach nur das Nötigste, sondern geht im nachhaltigen Handeln gern einen Schritt weiter, um eine Vorreiterrolle einzunehmen – aus Überzeugung. Die folgenden drei Beispiele verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit in allen Facetten als Wert von C.HAFNER mit dem Unternehmen mitgewachsen ist.
Nachhaltigkeit ist bei C.HAFNER eine Maxime für ...
... die Unternehmensführung.
Eines von vielen Beispielen für langfristiges Denken ist bei C.HAFNER der Neubau der Edelmetall-Recycling-Anlage, der 1997 in Betrieb ging. Anlass dafür war die Neubeurteilung der bisherigen Anlage als Abfallverbrennungsanlage durch den Gesetzgeber. Dies bedeutete wesentlich strengere Emissionsgrenzwerte und Umweltauflagen. „Wir standen vor der Frage: Was machen wir jetzt mit dieser Gekrätzveraschungsanlage mitten in der Stadt neben Krankenhaus, Kindergarten und Wohnvierteln?“, erinnert sich Philipp Reisert. Statt nur der Notwendigkeit, den Auflagen zu entsprechen, Genüge zu tun, entschied sich C.HAFNER für einen Neubau im Industriegebiet auf der Wilferdinger Höhe.

Von Anfang an war klar, dass die neue Anlage nicht nur für die Umwelt, sondern auch für das Unternehmen eine nachhaltige Investition in die Zukunft ist. So ist im Mitarbeitendenmagazin „Tiegel“ von 1995 nachzulesen: „Für den Gekrätzofen entwickeln wir eine völlig neue Technologie. Wir sind sicher, mit dieser Anlage nicht nur alle Umweltauflagen zu erfüllen, sondern auch effizient zu arbeiten und unsere Vorreiterrolle in Sachen Ökologie und Ökonomie zu bestätigen.“ Und 1997 vermeldet der „Tiegel“, in dem der Neubau liebevoll „Schmuckkästchen“ genannt wird: „Mit Stolz können wir heute darauf verweisen, dass sämtliche Umweltschutzauflagen nicht nur eingehalten, sondern erheblich unterschritten werden.“
Abbildung: Die 1997 in Betrieb genommene Recyclinganlage.
Die Investition in die hochmoderne Recyclinganlage, die einen neuen Stand der Technik definierte, ist auch rückblickend eine nachhaltige unternehmerische Entscheidung, weil sie genau zur rechten Zeit kam: Damit hatte C.HAFNER gute Voraussetzungen für das Recyclinggeschäft geschaffen, das sich durch die steigenden Edelmetallkurse positiv entwickelte. Die Recyclinganlage ist bis heute technologisch auf einem so guten Stand, dass C.HAFNER in der Lage ist, CO2-neutral zu recyceln.

... den Wertstoffkreislauf.
Aus Alt mach Neu: Recycling selbst ist ein nachhaltiger Prozess. Das gilt insbesondere für das Edelmetall-Recycling bei C.HAFNER. Hier kommen mehrere Aspekte von Nachhaltigkeit zusammen. Grundlage davon ist das sogenannte Urban Mining: Das Gold, das C.HAFNER verarbeitet, ist ausschließlich Sekundärmaterial, bestehend aus Altgold oder Abfällen aus der Verarbeitung von Edelmetallen.

Das Forschungsprojekt NaGold der Hochschule Pforzheim von 2019 ermittelte, dass die CO2-Belastung von Altgold-Recycling bei C.HAFNER nur rund 29 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Gold beträgt und im Vergleich zu Primärgold aus Minen rund 400- bis 2000-mal niedriger ist. Das Ergebnis der Studie spornte C.HAFNER an, noch einen Schritt weiterzugehen und den Recyclingprozess vollständig CO2-neutral zu gestalten. Neben dem eigentlichen Recycling wird dies durch den Einsatz modernster Technologie wie Filteranlagen für Abwasser und Abluft, Kreislaufverfahren wie Wärmetauscher und Chemikalienaufbereitung sowie erneuerbarer Energie unter anderem aus eigenen Photovoltaikanlagen erreicht. Die verbleibenden Emissionen werden durch die Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen kompensiert. Damit kann C.HAFNER seit 2022 von sich behaupten, als erste und bisher einzige Scheideanstalt CO2-neutrales Gold herzustellen. Langfristig will das Unternehmen insgesamt CO2-neutral werden. Durch den Verzicht auf die Verarbeitung von Minengold, dessen Abbau nicht nur ökologische Schäden verursacht, sondern oft auch mit dem Risiko von Menschenrechtsverletzungen oder kriminellen Aktivitäten einhergeht, handelt C.HAFNER zudem sozial verantwortungsvoll und nachhaltig.
... den Umgang mit Mitarbeitenden und Kunden.
Viele langjährige Mitarbeitende und teilweise sogar Generationen derselben Familie halten C.HAFNER die Treue – auch weil sie hier wertgeschätzt werden. In der Unternehmensgeschichte finden sich viele Beispiele dafür, wie C.HAFNER soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden zeigt und damit ein nachhaltiges Vertrauensverhältnis aufbaut. Besonders eindrücklich ist die Schilderung einer ehemaligen, langjährigen Mitarbeiterin, die sich an die Zeit der Hyperinflation in den 1920er-Jahren erinnert: „Als die Inflation hoch geklettert war – vielleicht 1 Million = 1 Mk. – machte uns Herr Hafner [Robert Hafner senior, Anm. d. Red.] folgenden Vorschlag: Die Hälfte des Gehalts zahle ich am Monatsende aus. Damit sollen Nahrungsmittel – Bedarf für einen Monat – sofort gekauft werden. Für die zweite Hälfte wird Silber zum jeweiligen Tageswert am Ende eines Monats gutgeschrieben. Größere Anschaffungen sollen bei Bedarf beim Einzelhandel etc. ausgewählt, der Kaufpreis vereinbart werden, und dann so viel Geld von der Firma ausgehändigt werden, als das angesammelte Silber zum Tageswert verkäuflich war, je nach Höhe der Anschaffung.“

Auch für die heutige Geschäftsleitung ist eine nachhaltige Personalpolitik zentral, sagt Birgitta Hafner: „Wir suchen immer die Nähe und das Gespräch mit den Mitarbeitenden, auch indem wir nahbar und transparent sind. Das ist eine Art der Wertschätzung.“
Dasselbe gilt für die Beziehung zu Kunden, die gepflegt werden will, wenn sie nachhaltig sein soll. Bei einem Unternehmen wie C.HAFNER, das von Goldschmieden über Ankäufer, Zahntechniker und Industrieunternehmen bis Luxusgüterkonzerne ein sehr diverses Kundenspektrum hat, ist die Kundenpflege anspruchsvoll. Besonders hervorgetan hat sich in dieser Hinsicht Ruth Reisert-Hafner, die stets einen engen und persönlichen Kontakt zu Kunden pflegte. Die von ihr ins Leben gerufenen Workshops für Dentallabore und Zahntechniker waren sehr erfolgreich – sowohl für nachhaltige Kundenpflege als auch für die Erträge des Unternehmens.
